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„Ich hätte die Prüfung gerne geschrieben“

Lockdown und Lehrabschluss bei den Assistentinnen und Assistenten Gesundheit & Soziales


Die Berufsfachschullehrerinnen Patricia Hanimann und Andrea Koller waren «gwundrig» auf das Befinden ihrer Lernenden während der Corona Krise und auch auf die Zukunftssicht danach. Hier ein kleiner Einblick in die Gedanken, Gefühle und Pläne der Lernenden.

 

Die Corona Zeit nutzen viele für mehr Zeit mit der Familie, kreative Prozesse, sportliche Aktivitäten und auch einfach zum „weniger“ tun. Dies war sicher auch ein wichtiger Ausgleich für die stressige Zeit in den Betrieben. Diese wurde durch den Lockdown durchwegs bei allen AGS-Lernenden als herausfordernd erlebt. Stressig, da oft Personalmangel herrschte, die Bewohner teilweise als „strenger“ und die Arbeit mit den Hygienemasken als Belastung empfunden wurde. Zu diesen erschwerten Arbeitsbedingungen kam noch dazu, dass der Präsenzunterricht nicht mehr standfand, sondern über Teams gearbeitet wurde. Dieses System wurde von allen Lernenden aktiv genutzt – nicht aber von allen gleich geschätzt.

 

Hier zu erwähnen ist, dass es doch zu manch witzigen Situationen kam, in welchen man Plüschtiere, Küchen, Mamis oder andere Mitbewohner schnell ins Bild rücken sah und somit manche Lernsituation durch einen Lacher aufgefrischt wurde.

 

Unsere Lernenden gehen nach Schuljahresende neue Wege. Spannend ist, dass sich die Klasse aufteilt. Ein Teil geht direkt weiter in die FaGe-Ausbildung und die anderen suchen sich als Assistentin/Assistent Gesundheit & Soziales  eine Stelle, um herauszufinden, in welche Richtung der berufliche Weg geht, oder um die passende Stelle für eine weitere Ausbildung als FaGe oder FaBe zu finden.

 

Eine für uns als Lehrperson doch erfreuliche und erstaunliche Aussage ist, dass die meisten Lernenden die Abschlussprüfungen gerne durchgeführt hätten. Begründet wird der Wunsch mit einer neuen Herausforderung oder auch, dass das Gefühl „eines komischen Abschlusses“ durch das Ablegen der Prüfungen nicht bestehen würde. Was aber als durchwegs positiv an der Absage der Prüfungen erlebt wurde ist, dass der Stress auf ein Minimum reduziert wurde.

 

Liebe AGS‘ s Lernende, wir als Lehrpersonen sagen klar: „Ihr seid bereit!“ für den weiteren Weg!

 

In diesem Sinne: «Danke für zwei Jahre lernen, lernjournalen, lernheften, Spass, Wochengrüsse und Geschichten über Liebe, Familie und mögliche Hochzeiten.

 

Andrea Koller und Patricia Hanimann

Berufsfachschullehrerinnen

 

 

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BZSL alt - „Ich hätte die Prüfung gerne geschrieben“ (12.06.2020 10:42)


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