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"Mein Einstieg ins Berufsleben"

Bild Rahel Thomé

13 Wochen Ferien im Jahr werden nun vorüber sein, dachte ich mir am Montagmorgen, als mich um 5 Uhr mein Wecker aus dem Schlaf riss. Jetzt gilt es ernst: Mit gerade noch fünf Wochen Fe­rien im Jahr und zwei Tagen Schule in der Woche wird sich mein Leben komplett verändern. Ich wusste, dass es eine neue grosse Herausforderung werden würde, aber ich war dennoch fest ent­schlossen, einen guten Start hinzulegen.


 

So begann ich am 3. August 2015 meine Lehre als Kauffrau beim Amt für Militär und Zivilschutz (AfMZ) in St. Gallen. Etwas nervös war ich schon, als ich im Zug von Buchs nach St. Gallen reiste. Was erwartet mich wirklich? Wird sich mein erster positiver Eindruck vom Vorstellungsgespräch und Schnuppern bestätigen? Kann ich meinen eigenen hohen Zielen gerecht werden? Wird mein Lehrmeister zufrieden mit mir sein?

 

Kaum angekommen, wurde ich herzlich begrüsst und meine Bedenken verflogen. Ich habe die richtige Lehrstelle gefunden, es passt für mich und ich fühle mich wohl. Als Erstes wurde ich allen vorgestellt. Puh, so viele Namen auf einmal! Aber inzwischen ist es kein Problem mehr, alle ausei­nanderzuhalten und richtig zuzuordnen. Anschliessend wurde mir mein Arbeitsplatz gezeigt, ich erhielt einen eigenen Schlüssel sowie eine eigene E-Mail-Adresse. Und los ging’s in meinem neuen Alltag!

 

Die ersten drei Tage waren mit viel Theorie, Zuhören und Lernen gefüllt. Dies entpuppte sich nicht immer als einfach und war am Anfang zeitweise sehr anstrengend. Bald durfte ich mehrere Aufga­ben selbstständig erledigen. Das war spannend und gestaltete meine Arbeit interessanter. Aller­dings muss ich zugeben, dass mich persönlich die Tätigkeit in der Buchhaltung nicht so sehr über­zeugt. Aber wie mein Vorgesetzter sagt: “Nid alles macht me gern, de eint macht das lieber, de an­der das.“ Augen zu und durch! So schlimm ist es nun auch wieder nicht und bereits Ende Oktober habe ich mit der ganzen Buchhaltung nicht mehr so viel am Hut.

 

Nach zehn Tagen Eingewöhnung in den Lehrbetrieb ging es mit der Schule los. Da durfte ich auf keinen Fall schlafen, denn in einem Atemzug wurden die ersten Prüfungen angesagt und Hausauf­gaben erteilt. Die Berufsschule bedeutet eine ziemlich grosse Umstellung gegenüber der Zeit als Au-pair. Es wird viel von einem verlangt und man merkt schnell, dass man neben der Arbeit wirklich etwas für die Schule leisten muss, um am Ball zu bleiben. Da wird einem nichts geschenkt. Bereits nach den ersten vier Wochen hatte ich schon meine erste Prüfung hinter mir und gut überstanden. Ich hoffe, dies wird auch in Zukunft so bleiben.

 

Die ersten acht Wochen als Lernende sind schnell vorbeigegangen. Nicht alles war am Anfang ein­fach, aber ich habe in wenigen Wochen bereits viel Neues gelernt und bin sehr glücklich über meine Arbeitsstelle beim AfMZ. Ich gehe jeden Tag mit Freude an die Arbeit und kehre abends zu­frieden nach Hause zurück. Zum Glück habe ich keine Probleme damit, am Morgen sehr früh auf­zustehen. Neben meinem langen Arbeitsweg, der Arbeit und der Schule finde ich genügend Zeit für meine Freunde und den Sport. Ich bin froh, dass ich alles so gut organisieren kann, denn es ist mir wichtig, Freundschaften zu pflegen und Zeit für alle wichtigen Dinge in meinem Leben zu ha­ben. Um das gut meistern zu können, helfen mir die Selbstständigkeit und die Erfahrung, die ich von zehn Jahren Leistungssport mitbringe. Ich blicke positiv in die Zukunft und behalte immer mein Ziel, eine gute Lehrabschlussprüfung zu absolvieren, vor Augen.

 

 

R. Thomé, Klasse KE1b


BZSL - "Mein Einstieg ins Berufsleben" (20.10.2015 16:13)


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