Gesundheitsförderung

Wir sind auf dem Weg zu einer Gesundheitsfördernden Schule!

Das BZSL ist Mitglied des Schweizerischen Netzwerkes Gesundheitsfördernder Schulen


Gesundheitsfördernde Schulen sind nicht a priori gesunde Schulen. Es sind Schulen, die bereit sind, an einem Prozess in Richtung gesunder Schule zu arbeiten, und damit eine Entwicklung der Schule einleiten.

«Die Gesundheitsfördernde Schule nutzt gezielt gesundheitswissenschaftlich fundierte Interventionen oder eigene entwickelte Programme zu Verbesserung ihrer Schulqualität und zur Entfaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens aller an der Schule Beteiligten.
Sie orientiert sich dabei an einem ganzheitlichen Gesundheitsbegriff und richtet ihre Arbeit nach Prinzipien der Gesundheitsförderung gemäss Ottawa Charta aus: Partizipation, Befähigung zum selbstbestimmten Handeln, Chancengleichheit, Ressourcenorientiertheit und Langfristigkeit.» (Schweizer Netzwerk Gesundheits-fördernder Schulen, 2004)

Das Gemeinschaftsprojekt ENGS (Europäisches Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen) haben die WHO (Weltgesundheitsorganisation), der Europarat und die EU (Europäische Union) 1992 lanciert. Seit 1993 nimmt auch die Schweiz, neben 34 anderen Ländern, daran teil.
Schulen, die sich dem Gesundheitsförderungskonzept Lebenswelt Schule verpflichten, werden in ihren Aktivitäten und Entwicklungen unterstützt.

Die gesundheitsfördernde Schule baut auf einem sozialen Modell von Gesundheit auf. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Gesamtorganisation der Schule, konzentriert sich aber ebenso sehr auf den Einzelnen. Den Kern des Modells bildet der junge Mensch als ganzheitliches Individuum in einem dynamischen Lebensumfeld.
Dieses Vorgehen schafft eine starke soziale Einbindung in das Schulsetting, die wiederum die Vorstellung, Auffassungen und das Handeln aller prägt, die in der Schule leben, arbeiten, spielen und lernen. Das dadurch bewirkte positive Klima beeinflusst die Fähigkeit der jungen Menschen, zwischenmenschliche Beziehungen anzuknüpfen, Entscheidungen zu treffen und ihre eigenen Wertvorstellungen und Haltungen zu entwickeln.

Gesunde, gut ausgebildete Menschen können zum Abbau gesellschaftlicher Ungleichheiten beitragen und damit zugleich auch ihren Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung allgemein leisten. Da die Determinanten von Bildung und Gesundheit untrennbar verzahnt sind, geht es in der Arbeit mit jungen Menschen um beide Aspekte.
Gesundheitsförderung darf sich folglich nicht nur auf die Gesundheit der Lernenden ausrichten, sondern sie muss die Befindlichkeit aller im Schulbetrieb Tätigen ebenso stark gewichten. Dies kann dann gelingen, wenn der Sinn der vorgesehenen Gesundheitsförderungsmassnahmen für alle Beteiligten einsichtig ist und wenn dafür gesorgt ist, dass Erfolge sichtbar werden.
Zum andern bleibt eine projektorientierte Gesundheitsförderung immer dann nur kurzfristig wirksam, wenn es nicht gelingt, wesentliche Veränderungen organisatorisch, d. h. systemisch-institutionell abzusichern.

Seit Beginn des Neuen Milleniums ist die Abteilung SGK Mitglied des Europäischen Netzwerkes Gesundheitsfördernder Schulen (ENGS).
Im Rahmen der Zusammenlegung der verschieden Berufsschulen zum BZSL wurde diese Auszeichnung im Jahre 2007 auch auf die anderen Abteilungen des BZSL übertragen. Gesundheitsförderung ist ein zentraler Bestandteil der Schulqualität und soll am BZSL nachhaltig verankert werden.
Dazu wurde eine Arbeitsgruppe, mit VertreterInnen aus jeder Abteilung, gebildet. Die Arbeitsgruppe entwirft unter anderem die Konzepte Gesundheitsförderung am BZSL und erstellt ein Jahresprogramm (z. B. in den Bereichen: Bewegung, Fitness, Wellness, gesunde Ernährung, Burnoutprävention, Früherkennung, …)
Ab August 2009 sind wir Mitglied des Kantonalen Netzwerks St. Gallen.
Der Projektname, der durch einen Wettbewerb ermittelt wurde, lautet  Klara (Assoziation aus der Geschichte Heidi. Klara ist das Mädchen, das in dieser berühmten Geschichte von Johanna Spyri vorkommt. Als Klara ihre Freundin Heidi auf der Alm besuchte, sass sie noch im Rollstuhl. Während ihrer Zeit auf der Alm lernte sie laufen und gewann ihre Lebensfreude zurück. Das ist der Grund, warum wir diesen Namen wählten. Ein weiterer Aspekt ist, dass unsere Schule sich mitten im Heidi-Land befindet).
Das Schulklima und das Schulprofil sind zentrale Faktoren für die Qualität an der Schule.
Unserer Schule ist es wichtig, dass durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheitsförderung, ein individueller Prozess, eine Sensibilisierung, der Lenenden/Studierenden und Lehrenden, stattfinden muss.
Ebenfalls ist uns klar, dass diese Haltung vermehrt gepflegt und gelebt werden muss, so dass ein Gleichgewicht zuwischen Salutogenese und Pathogenese entstehen kann.
Eine leistungsfähige Schule, in der sich alle wohlfühlen und ein hohes Gesundheitspotential haben, braucht zusammengefasst folgende Attribute: eine klare Führung, Mitbestimmungsräume, ein gut funktionierendes Team, Kooperation, Wertschätzung bei der Arbeit, Lernmöglichkeiten, gemeinsame Problemlösungsstrategien um mit Stress und Belastungen umzugehen, Zeitfenster für Unvorhergesehenes und natürlich ein attraktives Profil, mit welchem sich alle identifizieren.

Im Rahmen des Qualitätsmanagement (Q2E) wurden seit 2003 regelmässig obligatorische Veranstaltungen und Projekte mit diversen Anliegen und Problemen der verschieden Abteilungen durchgeführt, z. B. gegenseitige LehrerInnen und SchülerInnen Feedbacks, dass Transparentmachen der gegenseitigen Ressourcen.
Die Erfahrungen zeigen, dass die Gesundheitsfördernde Schule in vielen Schulen als Katalysator für die Schulentwicklung wirkt und sich bestens für die Qualitätssicherung er eingeleiteten Prozesse eignet. Qualitätsmamagement und Gesundheitsförderung ergänzen sich gegenseitig.

Schweizerisches Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen