Kickoff für Höhere Fachschule Pflege Sargans PDF 
Mittwoch, den 18. Januar 2006 um 02:00 Uhr
 

Sie lanciereten die neue Ausbildung Höhere Fachschule Pflege in Sargans:

Kickoff HF Pflege

Renato Bergamin, Rektor BZSL, Cornelia Hartmann, Abteilungsleiterin HF am BZGS, Marlis Hörler, Geschäftsführerin ODA St. Gallen, Angela Monn, Ausbildungsverantwortliche Psychiatrische Dienste Sektor Süd und Heinz Bolt, Abteilungsleiter Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (v. l. n. r.)

Bild Markus Roth

Heinz Bolt, Abteilungsleiter Schule für Gesundheit und Krankenpflege erläuterte, dass das BZSL von Beginn weg in der kantonalen Spurgruppe für das HF-Projekt Einsitz nahm. Ansprechpartner für den Aufbau der neuen Ausbildung ist das Careum, Fachstelle PBL für Gesundheitsberufe Zürich. Die entsprechenden Informationen erhält das BZSL vom BZGS. Wie Heinz Bolt betonte, ist die Autonomie der Schulen gewährleistet. Aufgeteilt wurden die Einzugsgebiet: für das BZSL ist dies das Sarganserland, oberes Rheintal, Werdenberg, Fürstentum Liechtenstein, für das BZGS der Rest des Kantons St. Gallen.

Cornelia Hartmann, Abteilungsleiterin HF Pflege am BZGS konnte von ersten Erfahrungen mit der dreijährigen Ausbildung berichten. Im Herbst 2004 startete die HF in St. Gallen in einem Pilotlehrgang mit 36 Studierenden. Die Umsetzung der inhaltlichen Vorgaben wird vom Institut für Wirtschaftspädagogik St. Gallen begleitet. Ebenso wurde das Programm dem Roten Kreuz zur Anerkennung vorgelegt. Die Ausbildungsstruktur sieht so aus, dass klar in Schul- und Praxisblöcke unterteilt wird. Im Unterschied zu den früheren Ausbildungen in Krankenpflege liegt die Selektion der Auszubildenden bei den Betrieben. Vorraussetzung für den Besuch der HF sind eine dreijährige Berufslehre mit Fähigkeitszeugnis mit oder ohne Berufssmittelschule, eine dreijährige Fachmittelschule oder die Maturität. Ebenfalls ein Unterschied zu früheren Lehrgängen ist die Methodik. Es wird nicht einfach Frontalunterricht geboten. Die Studierenden müssen vieles selber erarbeiten.

Marlis Hörler von der Institution Organisation der Arbeitswelt ODA gab einen Überblick über ihre Aufgabe, die Interessen der Praxis auf Stufe Entwicklung wahrzunehmen. Die ODA ist tätig im Bereich Rahmenbedingungen (Finanzierung Schulgeld, Löhne usw.) und beim Ausstellungsvertrag und der Ausbildungsvereinbarung.

Den Bereich Praxis deckte bei der Information in Sargans Angela Monn, Ausbildungsverantwortliche der Psychiatrischen Dienste Sektor Süd, Pfäfers ab. Auch sie kann auf erste Erfahrungen zurückgreifen. Drei Auszubildende HF Pflege sind zur Zeit in ihrem Betrieb. Bei der Selektion werden für Interessenten mit Kenntnissen oder entsprechender Vorbildung drei bis fünf Schnuppertage verlangt. Für Quereinsteiger ist ein Praktikum von zwei bis drei Monaten nötig. Die neue Ausbildung wurde in Pfäfers exakt geplant.

Der nächste Schritt für die Höhere Fachschule Pflege Sargans ist die Orientierungsversammlung für Interessierte vom 8. Februar im BZSL Sargans. Anschliessend sollten sich erste konkrete Anstellungs- und Ausbildungsvereinbarungen ergeben.